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Projekträume Berlin

 

Projekträume haben einen festen Platz in der Berliner Kunstszene. Durch das dort gezeigte Spektrum an Werken der bildenden Kunst bis hinzu Performance, Musik und Literatur bereichern sie immens die Vielfalt der Kunstorte in der Hauptstadt und bilden nicht selten die Keimzelle für neue Strömungen in der Kunst. Die meisten der Projekträume arbeiten ohne institutionelle Förderung in reiner Eigenleistung mithielte von persönlichem Engagement der Aktiven. Ind er Umsetzung ihrer Ausstellungen und Projekte agieren diese Kunsträume gemeinhin nicht marktorientiert und damit unabhängig. Dies gibt ihnen die Freiheit auch experimentell und originär an die Präsentation von Kunst heranzugehen. Es werden auch immer wieder außergewöhnliche Orte in Berlin temporär mit Kunst bespielt - für nur wenige Tage oder gar Stunden. Sow erfinden sich die Kunstszene an ihrer Basis immer wieder neu. 

Wir stellen Ihnen in jeder Ausgabe von DEEDS ausgewählte Projekträume und ihre Aktivitäten vor. 

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Mit ihrer Ausstellung " The Dark Rooms" luden Sven Sauer und Jerry Kowalksky am 01. Septeptember 2016 ein auf 1500 Personen limitiertes Publikum in die abgedunkelten Räumlichkeiten der ehemaligen Willner Brauerei in Pankow, um den Fokus hin zum eigentlicher Star der Veranstaltung zu rücken: der Kunst. In Kleingruppen von 10 Personen bewegten bewegten die Gäste sich in Dunkelheit durch die von 12 KünstlerInnen individuell inszenierten Räume - einzig die Exponate waren mit 25 Watt Scheinwerfern ausgeleuchtet. Ziel war die veränderte, intensivere Wahrnehmung der Kunst und ihrer Aussagekraft mittels Wegnahme ablenkender Elemente in der Umgebung und damit eine Entschleunigung im Erleben, welche wiederum das Kunsterlebnis vertiefen sollte. Mit diesem neuen Zugang zur Kunst ist es dem Projektteam von "The Dark Rooms" gelungen eine ungewohnt fokussierte Betrachtung der Werke zu ermöglichen und für den Besucher einen Rahmen zur kompletativen Betrachtung der Kunstwerke zu schaffen, die in der heutigen von Zeitnot dominierten Welt immer seltener wird. Das Konzept der Dark Rooms, welches bewusst einen Gegenvorschlag zu den klassischen Präsentationsmodellen der White-Cube Ausstellung darstellen möchte, scheint einen Nerv zu treffen im teils schnelllebigen Berliner Kunstdschungel - 2018 geht das Event in die zweite Runde.